Die Stadt Werneuchen ist Teil der 2019 im Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) neu ausgewiesenen Entwicklungsachse Ahrensfelde-Werneuchen. Hiermit verbunden sind über den örtlichen Bedarf hinausgehende Entwicklungschancen in den Bereichen Gewerbe, Wohnen und weiterer Daseinsvorsorge. Im Rahmen dessen ist der bestehende Gewerbepark Seefeld Ausgangspunkt für den größten Industrie- und Gewerbestandort auf der Entwicklungsachse Ahrensfelde-Werneuchen. Aufgabe war es, die Planung dieser gewerblichen Flächenentwicklung weiter zu konkretisieren und mit den Ergebnissen der Stadt Werneuchen eine Entwicklungsstrategie an die Hand zu geben. Neben einer übergeordneten Betrachtung des Standorts umfasst die Studie eine vertiefende Erarbeitung eines perspektivischen Profils des Gewerbestandorts Seefeld, Möglichkeiten der Strukturierung, Erschließung sowie einer schrittweisen Entwicklung. In drei Entwicklungsszenarien wurden unterschiedliche Varianten, die sich durch Größe und Ausweisung unterschieden, gegenübergestellt. Für die letztendliche Vorzugsvariante erfolgten eine kartografische Ausarbeitung mit Parzellierung und Verkehrserschließung, eine dreidimensionale Visualisierung, die textliche Beschreibung sowie die Ermittlung der Entwicklungskosten nach DIN 276. Abschließend wurden Empfehlungen hinsichtlich der Bauleitplanung ausgesprochen und ein Maßnahmenkonzept zum weiteren Vorgehen formuliert. Im Erarbeitungsprozess wurden die Vorstellungen der privaten Eigentümer sowie interessierter Immobilienentwickler ebenso wie die Interessen der im Ortsteil Seefeld lebenden Bevölkerung erhoben und berücksichtigt.
Leistungen
Grundlagenanalyse: Erfassung der Standortfaktoren durch Recherchen, Begutachtung von Planungen und Konzepten, vor-Ort-Begehung
Umfeld- und Konkurrenzanalyse der Gewerbeflächen im Umkreis inklusive Neuplanungen
Abfrage bei den privaten Eigentümern hinsichtlich Entwicklungsabsichten und Verkaufsbereitschaft
Entwurf von drei Szenarien für eine gewerbliche Flächenentwicklung
Durchführung eines öffentlichen Workshops und einer öffentlichen Umfrage hinsichtlich der drei Entwicklungsszenarien
Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen hinsichtlich der verkehrlichen Zufahrtssituation
Ausarbeitung einer Vorzugsvariante in Text, Karte mit Parzellierung und Erschließung und 3D-Visualisierung
Berechnung der Entwicklungskosten für die Vorzugsvariante nach DIN 276
Formulierung von Empfehlungen für die Bauleitplanung
Erstellung eines Maßnahmenkonzeptes für das weitere Vorgehen