Seit etwa 2005 lässt sich in Nordrhein-Westfalen ein Trend zur Schließung und Profanisierung von Kirchengebäuden und Klöstern beobachten. Als symbolische Orte des Glaubens, der Identität und Gemeinschaft sowie gleichzeitig als bauliche Mitte und Landmarken der Städte und Gemeinden stellen diese Umbrüche die betreffenden Kommunen vor umfassende Herausforderungen.
Mit der Machbarkeitsstudie sollen Umfeld, Gebäudesubstanz und Nutzungsoptionen der Marienkirche genau betrachtet werden und eine Entscheidungsgrundlage für die Kommune und die Genossenschaft Kloster Wiedenbrück eG zur Sanierung und Nachnutzung des Gebäudes entstehen. Die Perspektive der Marienkirche ist insbesondere abhängig von der Ermittlung und Aufstellung eines tragfähigen und langfristig wirtschaftlichen Nutzungsportfolios, das im Einklang mit Nutzungen und Funktionen im Stadtkern Wiedenbrück und in der Klosteranlage steht sowie eine möglichst wirtschaftliche Tragfähigkeit erwarten lässt. Neben der Stadtverwaltung und der Kloster Wiedenbrück eG wirken auch Stadtgesellschaft, Initiativen und Interessierte an der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie mit.
Leistungen
Gebäudeanamnese zu Bausubstanz und Erneuerungsbedarf
360-Grad-Analyse zu Städtebau, Funktionen, Sozialraum und Akteurslandschaft
Konzeption von Nutzungsvarianten
Ableitung und Präzisierung einer Vorzugsvariante
fortlaufende Sichtung und Prüfung von Finanzierungs- und Fördermittelzugängen
Abschätzung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit
Formulierung von Handlungsempfehlungen zur weiteren Umsetzung des Vorhabens sowie Ableitung eines Sanierungs- und Modernisierungsfahrplans (Stufenplan)
Durchführung von zwei Workshops mit dem Ortsbeirat, Vereinen und künftigen Nutzenden
Dokumentation und Berichterstattung
Erstellung des Berichtes zur Machbarkeitsstudie einschließlich Karten