Vor dem Hintergrund zunehmender Herausforderungen durch Hitze, Starkregen und den Verlust natürlicher Bodenfunktionen schafft die Stadt Recklinghausen mit einer Entsiegelungspotenzialanalyse eine wichtige Grundlage für die Umsetzung ihres Klimakonzepts 2035/2045. Die Bearbeitung erfolgt in Einklang mit dem LANUV-Arbeitsblatt 34 „Erfassung von Entsiegelungspotenzialen in NRW“ auf Grundlage einer gesamtstädtischen GIS-gestützten Analyse des Stadtgebiets.
Zunächst werden digitale Luftbilder, amtliche Geodaten und kommunale Fachdaten geprüft, harmonisiert und in ein einheitliches Datenmodell überführt. Anschließend wird der Versiegelungsgrad flächendeckend erfasst und ausgewertet. Aufbauend auf dieser Bestandsanalyse folgt eine Identifizierung und Bewertung potenziell entsiegelbarer Flächen. Berücksichtigt werden dabei unter anderem die funktionale Entbehrlichkeit bestehender Nutzungen, technische und planungsrechtliche Restriktionen sowie klimatische und ökologische Aufwertungspotenziale. In die anschließende Priorisierung fließen unter anderem der Beitrag zur Klimaanpassung, ökologische Mehrwerte sowie Synergien mit bestehenden Planungen ein.
Neben der luftbildbasierten Flächenerfassung findet ein stetiger Austausch mit relevanten Fachbehörden, -institutionen und Grundstückseigentümer:innen statt. Ergänzend werden ausgewählte Standorte durch Ortsbegehungen überprüft. Für besonders geeignete Flächen im städtischen Eigentum werden schließlich Maßnahmensteckbriefe erstellt, die mögliche Entsiegelungsmaßnahmen, erwartete Wirkungen und Fördermöglichkeiten darstellen. Die Ergebnisse werden für verschiedene Teilräume differenziert aufbereitet und in einem gesamtstädtischen Entsiegelungspotenzialkataster zusammengeführt.
Leistungen
Aufbereitung, Harmonisierung und Integration kommunaler und amtlicher Geodaten in ein einheitliches GIS-Datenmodell
GIS-gestützte Erfassung und Analyse des Versiegelungsgrades im gesamten Stadtgebiet
Identifikation und Bewertung von Entsiegelungspotenzialen gemäß LANUV-Arbeitsblatt 34
Priorisierung von Potenzialflächen anhand klimatischer, ökologischer und umsetzungsbezogener Kriterien
Differenzierte Auswertung der Entsiegelungspotenziale für unterschiedlich genutzte Teilräume
Durchführung von Ortsbegehungen und fachliche Validierung der Analyseergebnisse
Erstellung eines gesamtstädtischen Entsiegelungspotenzialkatasters
Erarbeitung von zehn Maßnahmensteckbriefen für priorisierte Flächen im städtischen Eigentum